Anbau

Wie beim Wein sind Kaffeeplantagen meist Landgut, welches von Generation zu Generation weitergegeben wird. So herrscht ein gewisses Grund Know-how auf allen Kaffeeplantagen.

Es gibt verschiedene Anbaumethoden, die sich im Aufbau der Reihenfolge der Kaffeepflanzen oder Position auf dem Berg unterscheiden. Meist hängt dies einfach davon ab in welchem Land bzw. welcher Region die Plantage ist. So ist beispielsweise in Indien der Kaffee meist ein sogenannter „Shade Grown“, weil sich die Plantagen im tiefen Dschungel befinden. Diese Kaffeepflanzen stehen zwischen hochwachsenden Bäumen wie Macadamia oder Muskatnuss, die eine weitere Ertragsmöglichkeit für den Kaffeebauer darstellen aber auch schattenspendend dienen und so die Kaffees vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Auf hervorragenden Kaffeeplantagen, wie unseren, werden zehntausende von jungen Kaffeepflanzen in sogenannten „nurseries“ hochgezogen. Hier kümmert sich ein Team von Farmarbeitern darum, dass die ersten Hürden des Wachstums kontrolliert erfolgen. Da die Kaffeepflanze erst nach drei Jahren Erträge zeigt, wäre es gerade jetzt, zum Zeitpunkt verheerender Effekte des Klimawandels, oftmals ein vorprogrammierter Misserfolg junge Pflanzen sofort auf die Plantagen zu stellen.

In dieser Art Kindergarten ist sie geschützt von extremen Wetterbedingungen oder Hürden in der Wurzelbildung. Steinbrocken unter der Erde könnten bspw. dafür sorgen, dass die Wurzeln keinen Zugang zu tieferliegenden Nährstoffen erhalten. In einer Art kleinen Töpfen können junge Kaffeepflanzen so ein gesundes Wachstum erlangen und später auf die Plantage gebracht werden. Während es auf herkömmlichen Farmen meist darum geht schnellen Ertrag und am besten so viel wie möglich davon zu bekommen, liegt unser Interesse in einer nachhaltigen Wahrung des Ökosystems und dem generationenübergreifenden Überleben dieser jahrzehntealten Kaffeefarmen. Im Vergleich zu den durchschnittlichen 15 Jahren Wachstum auf industriellen Plantagen, erhalten wir eine lange und verstärkte Lebenszeit bei unseren Kaffeepflanzen von über 40 Jahren. Diese Kaffees werden auf unseren Plantagen als sogenannte „amber coffees“ bezeichnet. Vergleichbar mit „alten Reben“ haben wir hier zwar nur einen minimalen Ertrag, dafür aber eine maximale Konzentration und Fülle an Geschmack und Aromatik. Eine Empfehlung für jeden Kaffeetrinker.